Der heutige Handelstag verlief wie fast alle Handelstage in jüngster Vergangenheit: Der deutsche Leitindex konnte sich zunächst ins Plus vor
Der heutige Handelstag verlief wie fast alle Handelstage in jüngster Vergangenheit: Der deutsche Leitindex konnte sich zunächst ins Plus vorarbeiten, doch am Nachmittag gewannen die Bären die Oberhand.
Zum Handelsschluss notierte der DAX 0,5% schwächer bei 7.131 Punkten.
Im Zentrum des Interesses stand auf der Unternehmensseite die Lufthansa-Aktie, die es nach starken Geschäftszahlen an die Index-Spitze schaffte. Marktseitig rückte der Ölpreis wieder ins Rampenlicht, der nach Berichten über eine Raffinerie-Schließung in Libyen um 2,3% zulegte.
Der Ölpreis bleibt damit auf einem hohen Niveau. Das wird der Inflationsrate Auftrieb verleihen und die Anleger weiter in die Sachwerte treiben. Wer aber in Deutschland nach guten Immobilien-Aktien sucht, um dem Inflationsszenario zu entgehen, wird im DAX nicht fündig.
ATX Aktien: CA Immo, Conwert und Immofinanz schaffen den Sprung
Immobilienaktien sind im DAX nicht vertreten. Wer auf Immobilien in Aktienform setzen möchte, muss dafür auf Indices wie MDAX oder SDAX ausweichen.
Für den DAX reicht es schon allein aufgrund der geringen Marktkapitalisierung der Immobilien-Unternehmen nicht. Dabei wären diese Aktien eine interessante Bereicherung für den DAX.
In Österreich war es bisher nicht möglich, als börsennotierte Gesellschaft in den Leitindex ATX aufzusteigen. Diese Regelung wurde jetzt geändert.
Ab dem 21. März bereichern Immobilien-Aktien den Index. Geschafft haben den Sprung in den österreichischen Leitindex die Aktien von CA Immobilien, Immofinanz und Conwert. Absteigen werden dafür BWIN, Flughafen Wien und Mayr-Melnhof.
Übernahmewelle in der österreichischen Immobilienbranche
Die Aufnahme der Immobilien-Unternehmen war nicht unumstritten. Kritiker sagen, Immobilien sind eine eigene, langfristig ausgerichtete Anlageklasse. Daher sind sie keine „normalen“ Aktien und gehören nicht in den Leitindex.
Die Entscheidung, warum jetzt Aktien in den ATX aufsteigen dürfen, ist auch ein Ergebnis der Konsolidierungswelle in der österreichischen Immobilien-Branche.
In dem Immobilien-Index IATX befinden sich nach mehreren Übernahmen nur noch wenige Unternehmen und der Index ist dadurch nicht mehr so repräsentativ wie früher.
Index-Aufstieg für Immobilien-Anleger nur nebensächlich
Befürworter sehen keine Nachteile durch die Aufnahme von Immobilien-Aktien in die großen Aktien-Indices.
Im Gegenteil: Der Branchen-Mix könnte besser werden. In welchen Indices Immobilien-Aktien gelistet sind, spielt jedoch für viele Immobilien-Investoren keine Rolle. Es geht ihnen um eine liquide Investition in Immobilien, nicht um einen Index-Aufstieg.
Ich halte die Aufnahme von Immobilien-Aktien in den ATX für eine interessante Entwicklung. Zeigt sich, dass CA Immobilien, Immofinanz und Conwert eine Bereicherung für den ATX sind, könnte das mittelfristig ein Vorbild für den DAX sein.
Noch ist das aber nur eine theoretische Frage, da aktuell in Deutschland keine börsengehandelte Immobiliengesellschaft groß genug ist für den DAX.














